BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

Die hier beschriebenen Mängel sind nur die "Wesentlichen"...

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Streckbetrieb nicht möglich

"Die Brennelemente sind bereits jetzt derart abgebrannt, dass sie nicht mehr genügend Energie haben, um bis zum Jahresende im Vollbetrieb zu laufen." So Niedersachsens Energieminister Olaf Lies (SPD) in einem Interview der Süddeutschen Zeitung vom 8.8.22. Darum werde das AKW bereits im November in einen sogenannten Stauchungsbetrieb gehen, also weniger Energie liefern, als das bei neuen Brennelementen möglich wäre.

Der Einsatz neuer Brennelemente wäre erstens mit langen Lieferzeiten verbunden, würde zweitens aber auch den Wiedereinstieg in einen Langzeitbetrieb bedeuten, denn neue Brennelemente würden für 4-5 Jahre eingesetzt, alles andere wäre unwirtschaftlich.

Risse suchen verboten!

Obwohl das Kraftwerk fast baugleich zum Rissekraftwerk Neckarwestheim ist, und obwohl im Kraftwerk Emsland bis 2019 bei Revisionen Risse gefunden wurden, sodass wie in Neckarwestheim Rohre im Dampferzeuger verschlossen werden mussten, wurden seit der Revision 2020 keine Risse mehr gefunden. Weil sie nicht da sind? Mitnichten! Sondern weil man die Rohrwandungen nicht mehr auf Risse untersucht. Wie in Neckarwestheim geht man davon aus, dass bei einem korrodierten Rohr im Dampferzeuger erst eine kleine Undichtigkeit entsteht, die rechtzeitig erkannt würde, so daß der Reaktor schnell genug abgeschaltet werden könnte, bevor der Kühlmittelverlust zur Kernschmelze führt. Das ist Hochrisikotechnologie im Blindflug...

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