Vogelschutz an Glasflächen

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Nach einer Schätzung der Ländervereinigung Vogelschutzwarten (LAG VSW) sterben 100 Millionen Vögel jährlich in Deutschland durch Kollision mit Glasflächen.

Für Vögel ist transparentes Glas nicht zu erkennen. Da es für sie unsichtbar ist, sehen sie nur die dahinterliegende oder sich spiegelnde Umgebung, die für sie interessant sein könnte. Dadurch kollidieren sie teilweise ungebremst in voller Fluggeschwindigkeit mit den Glasscheiben und verletzen sich so, dass sie nicht überleben, auch wenn sie nicht sofort verenden.
 

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Die Gefahrenstellen

Gefahrenstellen sind transparente oder spiegelnde Flächen, insbesondere:

  • Balkonbrüstungen aus Glas
  • Eckverglasungen
  • transparente Schallschutzwände
  • Wartehäuschen
  • verglaste Verbindungsgänge zwischen Gebäuden
  • Wintergärten

 

Was hilft? Glas sichtbar machen!

Die effizienteste Möglichkeit ist, schon bei der Gebäudeplanung solche Flächen auszuschliessen, z.B. durch opake Gläser “Milchglas” wo es nicht auf Durchsicht ankommt, oder durch spezielle Vogelschutzgläser, die schon bei der Herstellung z.B. per Siebdruck Streifen- oder Punktmuster bekommen. Vogelschutz schon beim Bau mitzudenken vermeidet den Zwang, eventuell nachträglich teure Maßnahmen ergreifen zu müssen, denn die Tötung von Vögeln, auch das signifikante Erhöhen des Tötungsrisikos durch Verbauen gläserner Bauelemente ist verboten.

Nachträglich können Vogelschutzmarkierungen durch Folien aufgebracht werden, auch senkrecht gespannte Schnüre (mindestens 3mm stark, schwarz, weiß, rot oder orange, im Abstand von 10 cm) können helfen. 

Was nicht hilft:

Entgegen landläufiger Meinung helfen weder Greifvogelsilhouetten noch UV- reflektierende Gläser.

Mehr Informationen

Mehr Informationen gibt die Themenseite des BUND Deutschland

Die Broschüre "Vogelfreundliches Bauen mit Licht und Glas" bietet Details zu den oben genannten Maßnahmen und zu bautechnischen Möglichkeiten der Nachrüstung. Dabei bietet sie auch Handlungsempfehlungen für Architekt*innen und Bauherren. 

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