Jedes Jahr kürt Pro Natura, der schweizerische Bund für Naturschutz, ein "Tier des Jahres". 2026 fiel die Wahl auf den Igel.

Zuletzt bearbeitet am 12.01.2026

 

“Das neue Jahr startet bizarr”, so habe ich mein Tagebuch 2025 begonnen. Für dieses Jahr fehlen mir die Worte. 

Die US-amerikanische Politik ist mit der Drohung der Übernahme Grönlands - auch mit militärischer Gewalt - endgültig auf dem geistigen Niveau von Kneipenschlägereien angekommen. Die Europäische Union schleift nach dem Rechtsruck der letzten Europawahl wichtige Errungenschaften der letzten Jahrzehnte (Entfall der Gentechnik-Kennzeichnung und Risikoprüfung für bestimmte NGT-Pflanzen, Verbrenner-aus-aus, Entschärfen der Pestizidverordnung… ) und unsere Bundesregierung verbilligt innerdeutsche Flüge, verteuert das Deutschlandticket, will Klimaziele aufweichen, mit dem Bau-Turbo den ungebremsten Flächenvebrauch anheizen, streitet über noch längere Arbeitszeiten, Streichung von Feiertagen, Neubau von Atom- oder noch wilder - Kernfusionskraftwerken - aber so viele Menschen regen sich über Gendersternchen und Veggischnitzel auf.

In Baden-Württemberg stehen Landtagswahlen an und obwohl der GRÜNE Cem Özdemir als Wunsch-Ministerpräsident in Umfragen deutlich vor dem CDU Kandidaten Manuel Hagel liegt, würden nur ca. 20% der Wählerinnen und Wähler die GRÜNEN wählen. Mir fehlen die Worte.

 

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Januar

Wie üblich startet das Jahr mit den Naturschutztagen in Radolfzell. Vom 3. bis 6. Januar 2026 treffen sich über 1000 Naturschutzbegeisterte zum Austausch, Netzwerken, Vorträgen und Exkursionen. Sehr unterhaltsam und lehrreich in diesem Jahr: Der Abendvortrag “True Crime in Nature”, Diebstahl, Mord und Trickbetrug; wie Tiere und Pflanzen mit überraschend kriminellen Methoden ums Überleben kämpfen. 

In der Nachlese 2026 findet ihr ab Februar PDFs von Vorträgen und Seminaren, sofern sie uns zur Verfügung gestellt werden. www.naturschutztage.de/nachlese.html

 

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