Januar
Naturschutztage 2025
Mit vielen Vorträgen und Workshops startet das Jahr mit den Naturschutztagen in Radolfzell vom 03.01. bis 06.01.2025. Die Vorträge sind gut besucht, über 1000 Teilnehmende hören zu, wenn über Wasserstoff, Auenbeweidung, Biber, Wildkatzen, oder Klimaschutz im Bausektor referiert und diskutiert wird.
In der Nachlese 2025 finden Sie ab Februar 2025 PDFs von Vorträgen und Seminaren, sofern sie uns zur Verfügung gestellt werden. www.naturschutztage.de/nachlese.html
14.01.25: Unser erstes Insta-Reel
Kurze Filmschnipsel auf Instagram werden Reels genannt. Heute hat Anne ihr erstes Reel erstellt und veröffentlicht, für alle, die Instagram nicht nutzen, hier die Version für's Internet.
Mit diesen Aufklebern wollen wir ein Kernthema des BUND in den Bundestagswahlkampf tragen, den Atomausstieg. Es darf durch die nächste Bundesregierung keine "Rolle rückwärts" geben. Die Aufkleber gibt's bei uns im Shop.
15.01.2025: Radiointerview zu Atomenergie
Radio Dreyeckland rief mich an, Anlass war ein Artikel der Neuen Zürcher Zeitung über eine Studie, die zum Schluß kommt, dass Kernkraft die Kosten des deutschen Stroms deutlich senken könnte. Gerne war ich bereit, ein Interview zu geben.
Zunächst fällt auf, dass die NZZ auf eine Studie Bezug nimmt, die noch nicht veröffentlicht ist, der Zeitung aber "vorab vorliegt". Das verhindert, dass ein Leser sich kritisch mit der Studie auseinandersetzen kann, man kann nicht in Erfahrung bringen, welche Grundannahmen für die Studie getroffen wurden, ob die Autoren seriös sind, ob die Berechnungen stimmen... auch eine qualifizierte Gegendarstellung zur Studie ist unmöglich.
Die "Studie" geht von der Reaktivierung der stillgelegten Kernkraftwerke aus, die Kosten dafür kann aber niemand seriös beziffern. Die Betreiber lehnen eine Reaktivierung ab, das Personal ist nicht mehr verfügbar und der Zustand der Rohre und Behälter ist nach der Dekontaminierung mit Säure unbekannt. Die "Studie" geht davon aus, dass Deutschland 2045 fast die Hälfte des Stroms aus Kernkraft bezieht, das wäre mehr, als der Kernkraftanteil in Deutschland je betragen hat. Innerhalb von 20 Jahren eine solche Stromproduktion aufzubauen ist mindestens realitätsfern, denn die Atomkraftwerksneubauten der letzten Jahre waren alle massiv überteuert und verzögert.
Da die NZZ hauptsächlich in der Schweiz gelesen wird, wo der Energieminister gerade versucht, das 2017 per Volksabstimmung mit knapp 60% der Stimmen beschlossene Neubauverbot für Atomkraftwerke mit politischen Tricks zu kippen, halte ich diesen Artikel für einen der vielen Versuche der Atomlobby, auf die Stimmung in der Bevölkerung Einfluß zu nehmen, ohne direkt das Thema Neubauverbot anzusprechen. Dadurch, dass niemand eine Gegendarstellung liefern kann, pflanzt sich die Botschaft - Kernenergie macht den Strom billiger - unwidersprochen in die Köpfe der Leserinnen und Leser.
20.01.2025: Webinar zum Technocentre
Zweieinhalb Stunden, von 18:30 bis 21:00 Uhr, Webinar der französischen Verantwortlichen für die öffentliche Debatte zum Technocentre. Thema heute: Umweltauswirkungen, auch grenzüberschreitend. Im Verlauf wird immer deutlicher, Deutschland trägt nur die Risiken, Vorteile bieten sich nicht durch die Atomschrottverteilungsanlage. Themen waren: Was passiert bei einem Dammbruch des Rheinseitenkanals (der Boden, auf dem die Anlage steht, ist 8 Meter unter dem Pegel des Rheinseitenkanals), können sich Brände oder gar Explosionen ereignen, wie hoch ist die Belastung durch radioaktive Abwässer oder Abluft, wie hoch ist die Grundwasserentnahme?
21.01.2025: Herstellung von Buttons für unseren Shop
Auch das gehört zum Arbeitsalltag: Brigitte stellt Buttons her, die in unserem Webshop bestellt wurden...
28.01.2025: Neue Programmflyer der Schönberggruppe
Freiwillige Helferinnen und Helfer der BUND Bezirksgruppe Schönberg befüllen fast 650 Briefumschläge mit den neuen Jahresprogrammen der BUND Gruppe Schönberg. Die Veranstaltungen und Exkursionen findet ihr übrigens auch in unserem Online- Terminkalender.
29.01.2025: Nistkastenkontrolle im Wald bei Emmendingen
Alljährlich im Winter kontrollieren wir die Nistkästen, die wir für unser Trauerschnäpperprojekt in einem Wald bei Emmendingen aufgehängt haben. Die Kästen werden geöffnet, der Inhalt untersucht, die Anzahl der Meisen, Trauerschnäpper und sonstigen Nester dokumentiert. Hier erklärt unser Vogelkundler Carsten, wie man ein Trauerschnäppernest von einem Meisennest unterscheidet. 300 Nistkästen werden untersucht, dafür brauchen wir mehrere Tage und gerne auch Freiwillige, so wie hier im Bild Amelie und Helge.
Februar
03.02.2025: Wir haben eine neue Praktikantin...
Antonia, die an der Uni Freiburg Umwelt- Naturwissenschaften studiert, sichtet im Februar für uns die weltweit verfügbaren Studien zu Solaranlagen im Außenbereich. Es geht darum, die verfügbaren Forschungsergebnisse zu Freiflächen-PV, Agri-PV, Moor-PV und schwimmenden Solaranlagen zu sammeln, Vor- und Nachteile zu beschreiben und im letzten Schritt auf unserer Homepage Handlungsempfehlungen für Planerinnen und Planer bzw. für die BUND Ortsgruppen zu geben.
04.02.2025: Stellungnahme zum Technocentre abgegeben
Ich habe mich in den vergangenen Monaten intensiv damit beschäftigt, wie gering radioaktive Metalle aus der Atomindustrie behandelt werden, bzw. behandelt werden könnten. In den öffentlichen Debatten zum Technocentre tauchte immer wieder der Hinweis auf, in Deutschland werde ja genauso verfahren, daher sollten wir Deutschen uns nicht gegen das Projekt stellen. Nach meinen Recherchen gibt es allerdings gewaltige Unterschiede:
- Es gibt in Deutschland keine Anlage, die auch nur annähernd so viel Material verarbeitet, wie das im Technocentre vorgesehen ist.
- In Deutschland findet das "Freimessen" in der Regel da statt, wo das Material ausgebaut wird, also beispielsweise am Standort eines stillgelegten Atomkraftwerks. Hier kann viel besser ausgeschlossen werden, dass das Material versteckte Strahlenquellen enthält (Man kann zwar Strahlung messen, aber nur Gammastrahlung durchdringt die Wände der Transportbehälter, Alpha- und Betastrahlung können bei der Eingangskontrolle nicht gemessen werden)
- Radioaktiver Schrott wird in Deutschland zur Volumenreduktion im Endlager eingeschmolzen, sehr gering strahlendes Metall verbleibt zum großen Teil in der Nuklearindustrie, z.B. als Material zum Bau von Endlagerbehältern.Das Material aus dem Technocentre soll aber als konventionelles Metall behandelt und wieder in Verkehr gebracht werden.
Diese und weitere Anmerkungen finden sich in meiner Stellungnahme ("Cahier d' acteurs") Nr. 58 auf der offiziellen Homepage der Kommission: https://www.debatpublic.fr/projet-technocentre-fessenheim/les-cahiers-dacteurs-6161
14.02.2025: Ein kleiner Krimi
Zweimal im Jahr tagt der Bewilligungsausschuss für den Badenova- Innovationsfonds, der jeweils ein Budget von ca. 1 Million Euro für Projekte zum Klima- oder Wasserschutz vergibt. Ich bin als Vertreter des BUND Mitglied des Bewilligungsausschusses, die Anträge gehen uns ca. 2 Wochen vorab zur Durchsicht zu. Diesmal lasse ich eine kleine Bombe platzen, denn keinem anderen Mitglied der Jury war das aufgefallen: Einer der Antragsteller "untermauert" sein Projekt mit wissenschaftlichen Studien - die es gar nicht gibt. Es gibt zwar die Fachjournale, auch die Ausgaben und die Seitenzahlen, aber dort stehen völlig andere Artikel als vom Antragsteller behauptet. Mein Fazit zum Antrag: Der sei nach meinem Verständnis deutlich näher an der Strafanzeige als an der Bewilligung.
Der Antrag wurde dann auch mit großer Empörung einstimmig abgelehnt.
und am Nachmittag: Klimademo
Fridays-for-Future Demo 14.02.2025
(Mascha Klein)
Selbstverständlich beteiligen wir uns am internationalen Klimastreik von Fridays for Future. Tausende Menschen sind auf den Platz der Alten Synagoge gekommen und ziehen nach einigen Redebeiträgen durch Freiburg. Die BUND Ortsgruppe Freiburg hat den Pavillion aufgebaut und verteilt Atomkraft - Nein Danke Aufkleber und Argumente zur Bundestagswahl. (Warum die Badische Zeitung von 2000 Teilnehmenden spricht bleibt wohl ihr Geheimnis, klickt auf das Foto und schätzt selbst...)
19.02.2025: Common Ground Meeting
Seit 2022 bin ich Teil des Common-Ground Projekts, einer von der Robert Bosch Stiftung ins Leben gerufenen Arbeitsgruppe zur grenzüberschreitenden Bürgerbeteiligung. In acht Grenzregionen Deutschlands wurden solche Projektgruppen gebildet, die zweisprachige Bürgerforen und andere Beteiligungsformate organisieren und versuchen, gemeinsame Ideen zu entwickeln und zu verwirklichen. Unsere Arbeitsgruppe hat sich mit dem Motto "Rheinverbindlich" grenzüberschreitendem Klimaschutz verschrieben. Vier Themenblöcke wollen wir hier bearbeiten: Artenschutz, Ernährung, Mobilität und Energie.
Heute trafen wir uns, um Aktivitäten der nächsten Monate zu planen, unter Anderem zum Thema Mobilität zwei Austauschtreffen von Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinden Vörstetten im Landkreis Emmendingen und Muttersholtz im Elsass. Bei einem Vortreffen mit den beiden Bürgermeistern konnten wir gute Parallelen zwischen den Gemenden identifizieren: Beide sind kleine Gemeinden mit ca. 3.000 Einwohnern, haben eine enge Dorfstraße mit viel Durchgangsverkehr, haben eine Grundschule mit unbefriedigender "Elterntaxi"- Situation und wünschen sich Verkehrsberuhigung. In vorangegangenen Bürgerforen entstand der Wunsch nach zwei Teams aus ca. 10 Bürgerinnen/Bürgern der beiden Gemeinden, die sich gegenseitig besuchen und Lösungsansätze diskutieren. Diesem Wunsch wollen wir am 22.03.25 (Vörstetten besucht Muttersholtz) und am 05.04.25 (Muttersholtz besucht Vörstetten) nachkommen. Wer aus dem Landkreis Emmendingen dazustoßen möchte, kann sich gerne bei mir melden.
25.02.2025: Sonnenschirme bedrucken
Anne und Antonia bringen BUND-Logos auf Sonnenschirme
Wir haben vier grüne Sonnenschirme gekauft, das soll unsere Sichtbarkeit und natürlich auch den Sonnenschutz an Infoständen erhöhen. Damit sie auch als BUND-Sonnenschirme erkennbar sind, bekommen sie hier mit unserer Transferpresse rundherum BUND- Logos. Die Transferpresse ist eigentlich dafür gedacht, T-Shirts und andere Textilien individuell zu bedrucken, man kann das Design am PC entwerfen und bei einer geeigneten Firma mit einer Art Schmelzkleberfarbe auf Folie drucken lassen. Die Presse bringt dann das Design mit genau 150 Grad Celsius auf das Textil - in diesem Fall die Sonnenschirme.
März
01.03.25: Petition: Verpackungssteuer ist gut für Freiburg
Wir haben eine Online- Petition für eine kommunale Verpackungssteuer angestoßen. Die Stadt könnte nach Tübinger Vorbild Einweg- Kaffebecher und Pommesschälchen aus Pappe mit einer Steuer belegen, um einen Anreiz für Mehrweggeschirr zu schaffen, legt den Plan aber laut Badische-Zeitung vom 27.02.2025 "auf Eis". Wir halten das für falsch und wollen mit einer Unterschriftensammlung (Online- Petition) die Diskussion wieder in den Gemeinderat bringen.
04.03.2025: Muss man sich auch mal gönnen..
Ich mach diese Woche Semi- Urlaub, das heisst, ich bin halbtags im Home- Office oder im Büro, am Nachmittag nutze ich das frühlingshafte Wetter und treib mich so rum ("erkunde meine Region")... auf dem Fahrrad. Gestern am Schönberg, heute am Tuniberg und am Baggersee. Morgen ist wieder Nistkastenkontrolle bei den Trauerschnäppern.
04.03.2025: Danke für bisher über 1000 Unterschriften..
Heute, am 04.03.2025 haben wir bereits über 1000 Unterschriften für eine Verpackungssteuer nach Tübinger Vorbild in Freiburg. Danke dafür.
15.03.2025: Freiburg putzt sich raus
Knapp 100 Ehrenamtliche, darunter eine große Anzahl Kinder, waren im Freiburger Stadtgebiet unterwegs, um wilden Müll einzusammeln. In meiner 14-köpfigen Sammelgruppe hatten wir an der Basler Straße nach nur 1,5 Stunden am Straßenrand und in Hecken über 30 Kilogramm Restmüll gesammelt, - zwei große Plastiksäcke voll - darunter unzählige Zigarettenkippen, Kaffee-Pappbecher mit ihren Plastikdeckeln und andere Verpackungen, dazu viele Eimer voll Glasscherben und Flaschen. Am Pressehaus der Badischen-Zeitung präsentierten wir die Ausbeute zusammen mit unserer Forderung nach einer Verpackungssteuer für Freiburg. Danach gab es ein vom Cafe Auszeit gespendetes Vesper.
Am Montag, 17.03. nahm die Verpackungssteuer eine erste Hürde: Der Gemeinderat hat zugestimmt, wenn auch nur mit einer hauchdünnen Mehrheit, die Verpackungssteuer in die Haushaltsverhandlungen aufzunehmen.
22.03.2025: Vörstetten besucht Muttersholtz
Patrick Barbier, Bürgermeister aus Muttersholtz
Gelebte grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung: Im Projekt "Common Grounds - Rheinverbindlich" besuchte heute eine Gruppe Freiwilliger aus Vörstetten die Gemeinde Muttersholtz im Elsass. Thema war Mobilität in beiden Orten. Nach einem Rundgang durch Muttersholtz wurde diskutiert, was positiv oder negativ aufgefallen war und in Kleingruppen Vorsschläge für Verbesserungen erarbeitet. Positiv aufgefallen waren zum Beispiel die Hinweisschilder mit Zeitangaben (im Bild der Bürgermeister Patrick Barbier) und ein neuer Weg von der Schule zur Sporthalle abseits der Straße. Negativ aufgefallen war die sehr ausgebleichte Markierung eines Zebrastreifens an der Durschgangsstraße, der - da ohne Beschilderung und noch dazu hinter einer Kurve - kaum zu erkennen war. Auch positiv: Die Gemeinde schenkt jedem neuen Schulkind eine Warnweste, eine Fahrradklingel und ein Akku- Fahrradlicht.
Nach dem Treffen darf natürlich ein kleiner Abstecher in ein Lebensmittelgeschäft zum Kauf von Baguette, Croissants und Käse nicht fehlen. Das Croissant hat's zeitlich nicht mehr auf das Foto geschafft...
23.03.2025: Bäume im Büro
Rosi, eine Obstbäuerin aus der Nähe von Müllheim, hat uns junge Quittenbäume gestiftet - damit wir sie gegen Spende an den BUND weiter verteilen können. Sie hatte die Bäume veredelt und es haben mehr überlebt als sie brauchen kann, daher das Angebot an uns. Ich hab in Verbindung mit einem Sonntagsausflug zu ihr schon mal acht bestellte Bäume abgeholt und ins Büro gestellt, um sie an interessierte BUND-Gruppen zu verteilen.
25.03.2025: Waldkirch bleibt im Atomschutzverband
In der letzten Woche hat uns eine Meldung in der Badischen-Zeitung beunruhigt: Der Gemeinderat der Stadt Waldkirch will über die Kündigung der Mitgliedschaft im Trinationalen Atomschutzverband TRAS entschliessen. Der TRAS setzt sich dafür ein, dass die uralten schweizerischen Atomkraftwerke genaue Abschaltdaten bekommen, (das älteste Atomkraftwerk der Welt steht in Beznau, ca 60 km von Waldkirch entfernt) und begleitet die Arbeiten in Fessenheim kritisch und mit Expertise, die teils mit hohem Aufwand eingekauft werden muss. Auch wir unterstützen den TRAS, der als Interessenvereinigung besonderes politisches Gewicht hat, denn im TRAS sind viele Städte und Gemeinden vertreten, zwar nicht finanziell, aber mit Rat und Tat.
Ein Beispiel für Tat: Wir haben vor der Gemeinderatssitzung einen Brief an alle Gemeinderätinnen und Gemeinderäte geschrieben, mit Argumenten, im TRAS zu bleiben. Gudrun, eine der unermüdlichen Ehrenamtlichen in Waldkirch ist noch dazu in die öffentliche Sitzung gegangen und hat eine flammende Rede (hat sie selbst so erzählt) für die Mitgliedschaft im TRAS gehalten, und jetzt sind wir alle ganz glücklich, denn der Gemeinderat hat sich für die Beibehaltung der Mitgliedschaft ausgesprochen. Danke, Gudrun, und Danke, Gemeiderat der Stadt Waldkirch.
April
01.04.25: Kein Aprilscherz.. Verpackungssteuer im SWR- Radio
Eine SWR Reporterin rief mich an und fragte nach unseren Argumenten für die Verpackungssteuer, daraus entstand dieser Beitrag:
Natürlich konnte sie nicht alle unsere Argumente bringen, einige Gegenargumente im Beitrag dürfen aus unserer Sicht aber auch nicht unwidersprochen bleiben, daher hier eine Argumentation:
- Die Stadtreinigung kostet Geld, viel vom herumliegenden Müll wäre von der Verpackungssteuer betroffen, die Verursachenden würden sich dann endlich an den Kosten der Stadtreinigung beteiligen.
- Die im SWR-Beitrag angeführte Doktorarbeit, die zum Ergebnis kommt, dass die Müllmenge in Tübingen nicht abgenommen hat, stammt aus 2023, ein Jahr nach der Einführung der Steuer im Jahr 2022. Ein neuerer Beitrag auf Kommunal.de von 2025 (https://kommunal.de/Tuebingen-Verpackungssteuer-rechtens-Erfahrungen) sagt aus, dass die Müllmenge deutlich abgenommen hat.
- Ich bin aus privaten Gründen oft in Tübingen und kann aus eigener Erfahrung sagen, dass in Tübingen sichtbar weniger Müll herumliegt als in Freiburg. Ich bin nach dem SWR Beitrag ganz bewusst durch Freiburg und Tübingen gelaufen und habe darauf geachtet.
- Der im SWR-Beitrag angeführte Pizzalieferdienst wäre gar nicht betroffen von der Steuer. Die Steuer gilt nur für Produkte, die typischerweise unterwegs, nicht zu Hause verzehrt werden. Die Verpackung einer nach Hause gelieferten Pizza gehört nicht dazu.
- Das Bürokratiemonster für die Gastronomie kann ich so nicht erkennen, es reicht, eine Position mehr in die Kasse zu programmieren und dann drückt der Mensch an der Theke eben Kaffee -- Becher -- Summe statt nur Kaffee -- Summe in die Kasse. Wo ist das Problem? Am Ende vom Jahr gibt man den Jahresumsatz für die Produktgruppe Becher aus und überträgt die Zahl in ein Formular. Das ist gewiss kein Bürokratiemonster. Im Übrigen kann die Stadt Freiburg die Verordnung selber ausformulieren, es liegt daher an der Verwaltung, ob das ein komplexer Text mit vielen Ausnahmen und Differenzierungen wird oder nicht.
05.04.2025: Muttersholtz besucht Vörstetten
Das "Rückspiel" der Mobilitätsaktiven im Common Ground Projekt: Eine Delegation aus der Elsassgemeinde Muttersholtz besucht Vörstetten im Landkreis Emmendingen zum Austausch über Mobilitätsthemen. Nach einer ersten Kennenlernrunde der Rundgang in deutsch-französisch gemischten Kleingruppen durch Vörstetten, bei bestem Wetter.
Begeisterung bei der jüngsten Teilnehmerin aus Frankreich: Es war Verschenkesamstag. An diesem Tag stellen alle, die etwas zu verschenken haben, Sachen an die Straße. Jetzt hat sie einen neuen (gebrauchten) knallrosabunten Schulranzen mit Federmäppchen und einige neue (gebrauchte) Spielsachen.
Für die französischen Erwachsenen neu: Die oft handgemalten "Vorsicht Kinder" Schilder an den Straßen und die Spielstraßen. Negativ die Mängel am Mitfahrerbänkle: Es gibt keinen Wetterschutz, die Parkplätze davor verhindern die freie Sicht, so erkennt man als Autofahrender erst im letzten Moment, dass da jemand mitgenommen werden möchte, und es gibt keinen Platz zum Anhalten.
In gemischten Kleingruppen wurden dann Vorschläge diskutiert, auch anhand der als Hausaufgabe aus dem Treffen am 22.03.25 in Muttersholtz mitgebrachten Bilder für "best practice" Lösungen. Und ein leckeres Abschlussbuffet gehört natürlich auch dazu..
08.04.2025: Demo für und gegen die Verpackungssteuer in Freiburg
Auch heute war die Verpackungssteuer für Freiburg Thema bei der Verabschiedung des Doppelhaushalts im Gemeinderat, der gegen den Oberbürgermeister dafür gestimmt hat, dass die Verpackungssteuer als fest geplante Einnahme im Haushalt berücksichtigt wird. Die Verpackungssteuer ist damit wieder einen Schritt greifbarar geworden, es fehlt nur noch eine Abstimmung im Mai. Am Sonntag waren wieder Freiwillige an der Dreisam unterwegs und haben vier Säcke voll wilden Müll und mehrere Eimer voll Glasflaschen eingesammelt, die dann auch bei einer Demo vor dem Rathaus präsentiert wurden. Ich habe die Müllsäcke mit dem vermutlich größten Lastenrad Freiburgs vom BUND- Büro ans Rathaus transportiert, im Anschluß an die Demo wurde der Müll der Stadtreinigung zur Entsorgung übergeben.
Gleichzeitig demonstrierten auch die IHK, Starbucks und andere gegen die Einführung der Verpackungssteuer. Zwischen "uns" und "denen" ergaben sich zwar interessante Gespräche, aber keine Annäherung.
11.04.2025: Die Natur muß sich erholen..
.. und da auch wir ein Teil der Natur sind, müssen auch wir uns ab und zu erholen. Wundert euch daher nicht, wenn es während der Osterferien hier keine Neuigkeiten gibt. Ab dem 28.04. sind wir dafür frisch ausgeruht und mit neuer Kraft hier am Werk. Ich wünsche euch allen schöne Ostertage.
21.04.2025: Vogelkundliche Wanderung des BUND Bahlingen
Am Ostermontag lud der BUND Bahlingen zur vogelkundlichen Wanderung ein. Zusammen mit Freundinnen und Freunden aus dem Elsass war die Gruppe über 5 Stunden unterwegs an Dreisam, Elz und Michaelsberg. 29 verschiedene Vogelarten konnten beobachtet werden, darunter drei Schwalbenarten, Milane, Schwarzkehlchen, Zaunkönig, Flussregenpfeifer, Mönchs- und Dorngrasmücke und als besonderes Highlight sogar einen Uhu.
29.04.2025: Infoabend "Gutes bewirken"
Auch der BUND hat Ausgaben, unser Büro ist gemietet, die Gehälter müssen bezahlt und Material gekauft werden. Finanziert werden diese Ausgaben hauptsächlich durch Mitgliedsbeiträge und Einzelspenden. Große Firmenspenden werben wir bewusst nicht ein. Ihr werdet daher in Supermärkten auch keine Produkte mit BUND- Logo finden.
Ein Standbein der Finanzierung sind auch Erbschaften. Menschen, die keine natürlichen Erben haben oder ein Teil ihres Vermögens einem guten Zweck zukommen lassen wollen, können auch an uns vererben. Ein Infoabend in Denzlingen mit ca. 25 Interessierten mit Vortrag und Fragerunde mit der Erbrechtsanwältin Daniela Mayer konnte die über Möglichkeiten aufklären und viele Fragen klären, besonders zu Fallstricken in den Formulierungen.
Ich sollte einen 15-Minuten Einstieg machen und über unsere Arbeit erzählen. Angefangen habe ich dann etwas ungewöhnlich, mit der Aufklärung darüber, was bei den meisten Insektenhotels, die in vielen Gärten zu finden sind, falsch gemacht wurde - weshalb diese sogar zu Fallen werden können.
Es ist nämlich so, dass fast alle dieser "Hotels" Abteilungen haben, die mit abgesägten und stirnseitig angebohrten Rundhölzern Insekten zum Nisten einladen sollen. Aber wer aufmerksam die Natur beobachtet, findet im Wald auch bei schon lange liegenden abgesägten Rundhölzern kaum Bohrspuren an den Sägeflächen, das gilt auch für Hölzer, die an den Längsseiten eindeutige Insektenspuren haben. Wenn die Hölzer trocknen, reissen Bohrungen an den Sägeflächen auf. Die Risse bedeuten zweierlei Gefahren:
- Die Insekten können sich die Flügel einklemmen, wenn sie vorwärts ins Loch krabbeln und rückwärts wieder heraus. Dabei können sogar die Flügel abreissen.
- Wenn ein fertiger Gang mit Gelege durch Lehm abgedichtet wurde, können über einen sich nachträglich vergrößernden Riss seitlich davon Feuchtigkeit und Pilzsporen an die Brut gelangen und diese schädigen.
Ich habe diesen Einstieg gewählt, um den Zuhörenden zu zeigen, was einen wesentlichen Teil meiner Arbeit ausmacht: ich informiere mich, bereite die Informationen auf und informiere dann andere. Und ich bin mir sicher, dass niemand der Anwesenden jemals wieder an einem Insektenhotel vorbeigehen wird, ohne zu schauen, ob es eine versteckte Insektenfalle darstellt.
Zu diesem Thema haben wir auch eine Webseite eingerichtet: Insektenhotel selber machen.
Und hier ein Werbeflyer, den ich im letzten Jahr zum Thema gemacht habe: Erbschaftsflyer
Mai
06.05.2025: Erfolg! Freiburg bekommt die Verpackungssteuer
In der Gemeinderatssitzung vom 06.05.25 wurde gegen das Votum des Oberbürgermeisters die Einführung der Verpackungssteuer beschlossen. Damit gilt endlich zumindest teilweise das Verursacherprinzip: Wer Einwegverpackungen für to-go Speisen und Getränke nutzt, muss auch für die Entsorgung bezahlen. Wir haben mit einer Petition, Müllsammelaktionen, einer Mülldemo vor dem Rathaus und Presseberichten für die Einführung dieser Steuer geworben.
Leider können wir das Thema allerdings trotzdem nicht auf den Stapel -- Erledigt -- legen, es gibt noch Arbeit. Die Verwaltung der Stadt Freiburg wird jetzt eine Vorschrift erarbeiten und wir werden dafür sorgen müssen, dass sie unseren Vorstellungen entspricht: Die Verpackungssteuer soll ohne viel Bürokratie echte Anreize schaffen, Mehrwegsysteme zu nutzen.
Schon jetzt gibt es Stimmen aus der Gastronomie, die Steuer solle doch nur auf Verpackungen erhoben werden, für die es wiederverwendbare Alternativen gibt. Das klingt zwar zunächst vernünftig, schafft aber keinerlei Anreiz, wiederverwendbare Behältnisse zu erfinden. Nur weil die Stadt Tübingen den Pizzakarton besteuert hat, hat eine dort ansässige Firma eine abwaschbare wiederverwendbare Pizzabox erfunden und auf den Markt gebracht. Vorteil für den Kunden: die Pizza bleibt länger warm, denn das Material isoliert besser. Win-win.
08.05.2025: BUND Bahlingen rettet Kreuzkrötenkaulquappen
Anfang Mai schlüpften die Kaulquappen aus den Laichschnüren der Kreuzkröten in einem der Wassertümpel am Bahndamm. Zugleich sank das Wasser rapide. Der Regen am Wochenende änderte daran nicht viel. Auffüllen mit (viel) Wasser erschien uns zu aufwändig und wäre auch nur schwer zu organisieren gewesen. Deshalb entschieden wir uns für eine Umsetzung. Eine solche hatten wir schon mal in das Regenwasserrückhaltebecken oben am Silberbrunnen aus der Not heraus vorgenommen. Der dort vorhandene Teich ist aber stark zugewachsen. Glücklicherweise bot sich uns aktuell eine gute und passende Alternative: Im Rahmen der Schutzmaßnahmen für den Kiebitz war vor kurzem auf einer Ackerfläche im Riegeler Gewann Schleiche (zwischen Alter Dreisam und Dreisamkanal) eine recht große Kuhle ausgeschoben worden, welche außerdem derzeit genügend Wasser enthält. Also haben wir möglichst viele der Kaulquappen heraus gekeschert, die sich in der verbliebenen Pfütze am Bahndamm drängten. Im Eimer ging es dann per Fahrrad durchs Gewerbegebiet zum Radweg an der Dreisam Richtung Riegel. Dort haben wir die Kaulquappen in ihr neues Gewässer entlassen. Wir hoffen nun, dass sich hier das Wasser ausreichend lange hält, damit die Kaulquappen rechtzeitig ihre Umwandlung zu jungen Kreuzkröten schaffen. Vorher hatten wir dieses Gewässer noch eingehend untersucht, hatten aber weder Laichschnüre noch Kaulquappen entdecken können.
17.05.2025: Informativer Spaziergang rund ums Bötzinger Schambachtal
BUND-Mitglieder verschaffen sich Eindrücke von einer besonderen Kaiserstuhl-Landschaft
(Hubert Hagenmeyer)
Geführt wurde die Gruppe von Eckhard Engert, Ernst Stegmaier und Hubert Hagenmeyer, allesamt Mitglieder des Vereins für den Erhalt der Kaiserstühler Endhahle. Bei dem Gang entlang von Obstgärten und Rebfluren nutzten sie die Gelegenheit, um über verschiedene Aspekte der Landschaftspflege im Bereich des Talschlusses zu informieren. Ein Augenmerk lag dabei auf den Böschungen, die vielerorts bereits stark verwildert sind. Folge einer durch Nährstoffreichtum begünstigten Pflanzenwüchsigkeit, wie Eckhard Engert erläuterte. Durch regelmäßigen Pflegeeinsatz bemüht sich der Endhahle-Verein an ausgewählten Böschungen um eine „Abmagerung“ der Böden, die auch durch jahrelange Düngung übersättigt sind.
Im weiteren Verlauf stellte Ernst Stegmaier eine Vereins-Initiative im Zuge des Projekts „Archewiesen“ vor. Ziel ist dabei die Wiederherstellung von artenreichem Grünland. Erreicht werden soll dies durch eine Neu-Einsaat auf entsprechend vorbereiteten Böden. Genutzt werden soll dabei Saatgut, das ausschließlich auf heimischen Spenderflächen gewonnen wird.
Ein Höhepunkt des Rundgangs war die Besichtigung eines Grundstücks, das von Eckhard Engert betreut wird. In vielen Arbeitsstunden hat er dort eine beeindruckende Mischkultur von pilzwiderstandsfähigen Reben (Souvignier Gris), Gemüse und Obst etabliert. Umrahmt wird die bewirtschaftete Fläche von blumenbunten Böschungen, in die gelegentlich auch der Bienenfresser seine Röhren gräbt. Auch begeisternd an diesem Ort: der Blick über das unten liegende Tal auf die Kette der Schwarzwaldberge.
Letzte Station vor der Rückkehr zum Ausgangspunkt war das Zentrum der Kaiserstühler Endhahle. Besichtigt werden konnte dort ein eindrücklicher Aufschluss, bestehend aus dem Vulkangestein Phonolith. Seit langem hat es ein Bötzinger Mineralstoffunternehmen auf das Endhahle-Vorkommen abgesehen. Die Pläne für einen weiteren Steinbruch inmitten des Vogelschutzgebiets Kaiserstuhl konnten bislang abgewehrt werden, offenbar auch mithilfe des Endhahle-Vereins. Doch die Gefahr scheint noch nicht endgültig gebannt.
Zum Abschluss der informativen Runde gab es auf der Terrasse des Weinguts Höfflin einen kleinen Snack mit Weinbegleitung, ein guter Rahmen für anregende Gespräche.
17.05.2025: 20 Jahre Brunnengraben
So ein Mist, jetzt war der Text so gut wie fertig, da will man noch schnell was recherchieren und wenn man die Info endlich gefunden hat, klickt man im Tran den Browser aus - alles weg. Jetzt muss ich den Text zum Brunnengraben neu schreiben, hab natürlich nichts zwischengespeichert... Da müsst ihr halt ein bisschen warten, ich brauch erst einen Beruhigungskaffee.
17.05.2025: 20 Jahre Brunnengraben Schallstadt-Mengen
Der Arbeitskreis Brunnengraben in Schallstadt-Mengen feiert 20-jähriges Bestehen. In 20 Jahren ehrenamtlicher Arbeit haben die Mitglieder des Arbeitskreises um Leonhard Siegwolf aus einem unbeachteten, meist trockenen Graben einen etwa zwei Kilometer langen Lehrpfad zu Pflanzen, Tieren und Geschichte der Region erschaffen. Über Hundert Bäume mit alten Obstsorten und einheimische Sträucher wurden gepflanzt, Vogelnistkästen aufgehängt und ein großes "Insektenhotel" aufgestellt, dies allerdings mit den hier im Tagebuch unter 29.04.2025 beschriebenen Mängeln. (Das muss ich dringend mal ansprechen, aber so eine 20 Jahre Jubiläumsfeier ist nicht der richtige Moment) Damit es den Libellen gut geht, wurde eine mit Solarstrom betriebene Grundwasserpumpe installiert, die den ansonsten zu oft ausgetrockneten Graben mit etwas Wasser füllt. Wir begleiten den Arbeitskreis von Beginn an, ich hab dort schon einen Vortrag über die Bedeutung von einheimischen Pflanzen für die Insekten und einen über Streuobstwiesen gehalten, ausserdem ein Vorwort geschrieben für die neu erschienene Broschüre 20 Jahre Brunnengraben.
Nicht nur über die Natur, auch über die Geschichte der Region von der Steinzeit über die Alamannenzeit bis zum Mittelalter wird auf Lehrtafeln informiert. Der Brunnengraben ist durchaus einen Besuch wert für Leute, die nicht viel laufen, aber dabei viel lernen wollen. Mehr dazu hier: https://brunnengraben-mengen.de
Auf dem Bild wird gerade die neue Lehrtafel zum Leben im Mittelalter in der Region enthüllt. Ich hab was gelernt dabei, nämlich was eine Motte ist - und nein, es ist nicht das Insekt gemeint.
24.05.2025: Ortsgruppe Freiburg im Einsatz gegen Neophyten
Mehrmals im Jahr gehen Mitglieder der BUND-Ortsgruppe Freiburg gemeinsam gegen die Ausbreitung eingeschleppter Pflanzenarten vor. Vor allem gegen den Staudenknöterich und das indische Springkraut am Bachufer des Welchentalbachs bei Freiburg-Ebnet.
Der Einsatz findet im Rahmen der Bachpaten der Stadt Freiburg statt. Normalerweise ist auch jemand von der Stadt dabei und sie stellen auch Schubkarre etc.. Diesmal konnten sie nicht, holen aber das Pflanzenmaterial ab und entsorgen fachgerecht.
Juni
02.06.2025: Stellungnahme zum Stromnetzausbau fertig
Ein großes Stück Arbeit ist geschafft, in den letzten Wochen war ich sehr damit beschäftigt, im Auftrag dreier Verbände, BUND, NABU und Landesnaturschutzverband (LNV) eine Stellungnahme zu erarbeiten. Thema: Der Stromnetzausbau über dem Nimburger Ried bei Eichstetten.
Am Rand der Gemeinde Eichstetten befindet sich ein großes Umspannwerk, das Strom von Überlandleitungen mit 380.000 Volt auf niedrigere Spannungen umsetzt und weiterverteilt. Im Zuge einer Erweiterung müssen auch einige Stromleitungen, die ins Werk hinein führen, erneuert werden. Die Bewohner Eichstettens, über deren Häuser und Gärten jetzt mehrere Leitungen verlaufen, haben ein nachvollziehbares Interesse, dass die neuen Leitungen ausserhalb des Ortes verlegt werden. Trotzdem ist aus unserer Naturschutz- Sicht die vorgeschlagene Lösung der Planungsbehörde, dann halt die Leitungen in ein absolut wertvolles Gebiet für Wasservögel zu verlegen, nicht akzeptabel. Wir sehen durchaus Kompromisslösungen, die das Gebiet so gut wie möglich schonen.
Nach schier unzähligen Videokonferenzen, Briefen an die Naturschutzbehörden, Brief an die Umweltministerin in Baden-Württemberg, Treffen mit dem Bürgermeister von Eichstetten, Treffen mit den Planungsverantwortlichen haben wir eine Stellungnahme erarbeitet, die jetzt unsere Argumente und Vorschläge nochmals gebündelt darstellt.
Hier die Stellungnahme und hier die Anlage, auf die in der Stellungnahme Bezug genommen wird.
03.06.2025: Ehrung für Birgit, die Koordinatorin der Amphibiengruppe
Auf der Mitgliederversammlung der BUND-Ortsgruppe Freiburg wurde die regionale BUND Ehrenmedallie an Birgit verliehen, die seit 10 Jahren mit viel Engagement die Amphibienschutzeinsätze im Kappeler Kleintal organisiert. In einem Vortrag berichtete Birgit von erfreulichen Steigerungen der Anzahl der Tiere, die am Krötenzaun eingesammelt und über die Straße gebracht wurden, damit sie nicht überfahren werden. Zum ersten Mal in der Geschichte waren es in diesem Jahr deutlich über 10.000 Tiere, darunter Erdkröten und Grasfrösche, sehr selten auch Feuersalamander. Ungefähr 70-80 Helferinnen und Helfer sind jedes Jahr dabei, stellen den Krötenzaun auf (und bauen ihn zwei Monate später wieder ab) und gehen am Abend den Zaun entlang, um Amphibien einzusammeln, müssen aber auch informiert und vor Allem koordiniert wedren. Ich finde, diese Ehrung hat sie sich verdient.
Im Bild rechts Birgit, links Mascha aus dem Vorstand der BUND-Ortsgruppe.
14.06.25: Exkursion in die Canyons im Südschwarzwald
An einem Tag, der so heiß war, dass sogar der Teer weich wurde, waren wir mit Wanderleiter Gerd Süßbier unterwegs.
Wo der Schwarzwald steil zum Hochrhein abfällt, haben sich zahlreiche Flüsse schluchtartig in das Gebirge eingegraben. Unsere Wanderung führte uns auf schmalen Pfaden durch zwei dieser „Canyons“: das Schlücht- und das Schwarzatal. Auf den mit gewaltigen Felsmassiven durchsetzten, südexponierten Hängen gedeihen rund 400 verschiedene Pflanzenarten. Dies verdankt sich auch der Tatsache, dass die Steilhänge kaum genutzt wurden und bis heute ein ursprüngliches Pflanzenkleid tragen.
22.06.2025: Sommerfest der Umweltverbände im Elsass
Im wunderschönen Parc du Natala, einem städtischen Park in Colmar, der von den "Amis de la Nature de Colmar" betrieben wird, feierten Umweltverbände des Elsass ein gemütliches Sommerfest mit Flammkuchen und Musik. Deutsche Verbände waren natürlich auch eingeladen und so war Gustav auch dort, ihr seht ihn sehr glücklich mit seinem Flammkuchen, denn die Schlange vor dem Flammkuchenstand war lang... Gustav hat mit seinen Leuten nach dem Fukushima Super-GAU seit April 2011 bis November 2020 ununterbrochen jeden Montag Abend in Breisach eine Mahnwache für die Abschaltung des AKW Fessenheim organisiert, insgesamt 500 Termine.
26.06.2025: Landespressekonferenz
Etwas nervös war ich schon, gespannt, was uns erwartet.
Mit dem Trinationalen Atomschutzverband TRAS war ich auf der Landespressekonferenz in Stuttgart, ich sollte die Vorstellung der im Auftrag des TRAS neu erstellten Studie "Grenzenloses Risiko - Gefährdung Deutschlands durch schwere Unfälle in Schweizer Atomkraftwerken" moderieren. Diese Studie zeigt ganz deutlich: Bei "üblicher" Wetterlage wäre Deutschland viel stärker von einem Unfall betroffen als die Schweiz selbst. Deutschland ist aber viel weniger vorbereitet als die Schweiz. In Extremfällen müssten ganze Landstriche bis München oder Köln evakuiert werden, teilweise nicht nur für Tage sondern Jahre.
Mit dabei waren u.a.: Dr. Angelika Claussen, Ko-Vorsitzende des IPPNW Deutschland, die den Teil über Strahlenkrankheiten zur Studie beigesteuert hat und Armin Simon, Reaktorexperte bei .ausgestrahlt, der die Hauptredaktion hatte, das heisst, er hat die Beiträge verschiedener Institute zu einer Gesamtstudie zusammengeführt. Harald Lotis, Bürgermeister einer kleinen Kaiserstuhlgemeinde hat seine Sicht als erste Ansprechperson für die Bürgerinnen und Bürger im Fall eines Unfalls dargelegt, sein Kommentar: Die Gemeinden sind überfordert und alleingelassen. Man hofft einfach, dass nichts passiert.
Unser "Auftritt" war gut in den Medien, Deutschlandfunk, dpa, SWR und mehrere Zeitungen waren dabei. Die Studie kann hier heruntergeladen werden: Grenzenlose Gefahren
30.06.2025: Mahnwache Endingen
Jedes Jahr ungefähr zum Abschaltdatum des Atomkraftwerks Fessenheim findet in Endingen eine Mahnwache statt, die daran erinnert, dass die große Gefahr, die vom Atomkraftwerk ausging, nun gebannt ist. Ganz gefahrlos ist allerdings nicht, was dort heute passiert, sowohl der Abriß des Kernkraftwerks als auch das dort geplante "Technocentre", das schwach radioaktive Metalle aus Atomkraftwerken einschmelzen und in Umlauf bringen soll, bergen Risiken, die allerdings nicht vergleichbar mit der akuten GAU- Gefahr des Atomkraftwerks sind. Ich durfte einen Redebeitrag zur Feier beisteuern, in dem ich erklären konnte, wo die Abrißarbeiten gerade stehen und wie weit die Planungen für das Technocentre sind.
Die Bahn hat ihren ramponierten Ruf an diesem Tag bestätigt, zum Glück hatte ich mein Fahrrad im Zug mit, auf der Hinfahrt hatte ich über eine halbe Stunde Verspätung, aber auf der Rückfahrt ist der Zug ganz ausgefallen, ich bin dann kurzerhand mit dem Fahrrad zurück nach Freiburg anstatt auf den nächsten Zug zu warten..
Juli
02.07.2025: Treffen mit MDB Fechner
In Emmendingen trafen sich verschiedene BUND Ortsgruppen aus dem Landkreis, dazu Klaus-Peter (ehemaliger Verkehrsreferent des BUND Baden-Württemberg und jetzt im Vorstand des BUND Regionalverbands) und ich, mit dem SPD Bundestagsabgeordneten Johannes Fechner. Der hatte eingeladen, um mit den BUND-Gruppen über lokale Umweltprobleme zu sprechen.
Naturgemäß ist vieles von dem, was uns in den Ortsgruppen umtreibt, eher kein Thema für den Bundestag, aber immerhin konnten wir neben den konkreten lokalen Umweltschutzthemen auch z.B. über ÖPNV und die Unzuverlässigkeit der Bahn (Klaus-Peter und ich kamen mit Verspätung aus Freiburg nach Emmendingen) sprechen.
Der Austausch war konstruktiv, soll nicht zum letzten Mal stattgefunden haben.
04.07.2025: Artenschutz- Tour mit dem Regierungspräsidium in der Ortenau
(s.Harms RPF)
Von 200 in Baden-Württemberg vorkommenden Brutvogelarten gelten mittlerweile 60 Prozent als gefährdet, bei den Schmetterlingsarten sind es gar 70 Prozent. Um hier gegenzusteuern, hat die Landesregierung neben ihren Artenschutzprogrammen eine Artenschutzoffensive auf den Weg gebracht und dazu für dieses Jahr landesweit zusätzlich sieben Millionen Euro bereitgestellt.
Ich war mit dem Regierungspräsidenten und seinen Naturschutzfachleuten auf Tour, um mir einen Tag lang ein paar Projekte anzusehen. Im Bild links sind zwei Dunkle Wiesenknopf Ameisenbläulinge, deren Lebenszyklus ziemlich irre ist. Hab ich euch das schonmal erzählt?
Die kleinen Schmetterlinge leben praktisch aussliesslich auf dem Großen Wiesenknopf. Die Weibchen legen ihre Eier zwischen die kleinen Einzelblüten, aus denen dann je eine Raupe schlüpft, die das innere der Blütenstände ausfressen. Die Raupen wachsen und häuten sich mehrmals. Nach der dritten Häutung kriechen die Raupen aus dem Blütenstand und lassen sich zu Boden fallen. Am Boden werden sie von Ameisen gefunden und in den Ameisenbau geschleppt. Das wars dann wohl, "aus die Maus" für die Raupe, möchte man meinen.
Weit gefehlt, zumindest wenn es sich um die Rotgelbe Knotenameise handelt. Denn die Raupe verströmt einen dem Nestgeruch der Ameise identischen Geruch und diese glaubt, ein Ameisenei vor sich zu haben, das - man weiß nicht wie - dem Bau entfloh. Um Recht und Ordnung wieder herzustellen wird die Raupe (alias das abtrünnige Ei) jedenfalls in den Bau geschleppt. So dient die Raupe nicht als Ameisenfutter, sondern im Gegenteil die Ameiseneier als Raupenfutter, denn diese verspeist ganz frech während ihres Aufenthalts bis zu 600 Eier der Ameisen. Zusätzlich nutzt sie die Wärme des Ameisennests, um zu überwintern. So gesehen gerät das unbedingte Verlangen nach Recht und Ordnung zum gewaltigen Eigentor.
Irgendwann verpuppt sie sich und entwickelt sich in der Puppe zum Schmetterling. Nach dem Schlüpfen ist es allerdings vorbei mit dem Schutz der Ameisen, der Schmetterling haut so schnell er kann ab aus dem Ameisenbau, denn diese greifen ihn sofort als Eindringling an. Der Schmetterling als solcher lebt allerdings dann nur noch wenige Tage bis Wochen, in der kurzen Zeit ist er darauf angewiesen, dass er einen Geschlechtspartner zur Befruchtung findet und gleichzeitig der Große Wiesenknopf blüht, andere Pflanzen sind für den Ameisenbläuling unbrauchbar. Kurz nach der Befruchtung bzw. Eiablage sterben die Schmetterlinge.
So ein Lebenszyklus erklärt natürlich, warum der Schmetterling als gefährdet gelistet ist. Es müssen ja in verschiedenen Episoden seines Lebens ganz spezielle Faktoren zusammen kommen, damit er überleben kann.
Ähnlich irre muss auch der Lebenszyklus der Forschenden sein, die das herausgefunden haben. Aber das ist eine andere Geschichte...
12.07.2025: Erstes BUND- Aktiventreffen der Region
Es ist mir schon öfter mal aufgefallen: selbst BUND Ortsgruppen in benachbarten Gemeinden oder Gruppen mit ähnlichen Themen sind nicht unbedingt miteinander im Austausch. Um den Kontakt zu mir und untereinander zu stärken, habe ich ein erstes Regionaltreffen für BUND Gruppen der Region organisiert, ein gemütliches Grillfest - auch als Belohnung für all die, die so unermüdlich mit dem BUND für Umwelt und Naturschutz aktiv sind. Wir trafen uns dann am Samstag Abend im Lehrgarten des KOGL (Kreisverband für Obstbau, Garten u. Landschaft Emmendingen e. V. ) in Kenzingen. Eine Kennenlernrunde und Plakate, an einem Seil aufgehängt, auf denen man schreiben konnte, was die Gruppe so macht und wofür sie Expertise hat, auch Wünsche mitteilen konnte, haben den Austausch doch gut angeheizt - so wie das Grillfeuer, bei über 30 Grad (!) Heiß wars, aber schön. Wird nicht das letzte Mal gewesen sein.
17.07.2025: Mit dem ZDF in Wittelsheim
Stefan Auchter und Philippe Aullen mit einem ZDF Filmteam vor dem Aufzugsschacht in das Giftmüll-Lager Stocamine.
(BUND RSO)
Man macht sich das als Zuschauer gar nicht so klar, wieviel Arbeit hinter einem kurzen Beitrag im Fernsehen steckt. Heute war ich mit einem Filmteam für ZDF-Neo und 3-sat in Wittelsheim (Frankreich) bei Mulhouse für eine Kurzreportage zur Stocamine, der Giftmülldeponie unter Tage, die abzusaufen droht und die direkt im größten Grundwasserspeicher Europas liegt. Mehr dazu hier: Der Stocamine Blog
Zuvor gab's natürlich umfangreiche Terminabsprachen, dann kamen zwei Journalisten nur für diesen einen Drehtag aus Berlin, incl. Übernachtung, haben mich am Büro abgeholt, mit einem kurzen Take im Büro, dann nach Wittelsheim, dort trafen wir Philippe von der Organisation destocamine, dann ein paar Aufnahmen, wie wir uns begrüssen, aus dem Auto steigen, über die Straße laufen, gleiches nochmal mit anderem Hintergrund, Interviews, wie wir vor einem Förderturm stehen und diskutieren, auf irgendwas im Hintergrund zeigen, uns verabschieden... und das alles für ein paar Minuten, die die Zuschauer bei Stange halten sollen. Der ganze Beitrag ist dann Teil einer Serie "Was wir hinterlassen". Bin gespannt und werde informieren, wenn es ausgestrahlt wird. Das kann noch ein paar Monate dauern.
Der Beitrag passt ganz gut zu diesem Plakat (unten), das ich mal gemacht hab. Das wurde auch gefilmt und schafft's vielleicht ins Fernsehen.
September
30.09.2025: Chaos im August
Eigentlich wollte ich ja Anfang August, kurz vor meinem Urlaub, noch den ein- oder anderen Beitrag schreiben, aber dann kam alles ganz anders. Denn plötzlich funktionierte unser Webshop nicht mehr. Erst nur ein bisschen, dann bröckelten immer mehr Funktionen weg. Zunächst war völlig unklar, warum, naja, die Details will ich hier nicht ausbreiten, letztlich lag's an einer veralteten Version der Datenbanksoftware. Hat mich mehrere Tage gekostet, den Fehler zu finden und zu beheben, aber ich fahr nicht in Urlaub, wenn der Webshop nicht läuft, über den wir einen kleinen, aber doch nicht unerheblichen Teil unserer Einnahmen - und damit Betriebskosten, Personalkosten, Büromiete u.s.w. generieren.
30.09.2025: Kampagnenplanung Gentechnik Kennzeichnung muss bleiben!
Die EU- Kommission will unter bestimmten Voraussetzungen genmanipulierte Pflanzen konventionellen Züchtungen gleichstellen. Ein Vortrag im Samstagsforum der Ecotrinova, von uns mit unterstützt, hat uns wachgerüttelt. Ein bisschen eingelesen in die Problematik und es wurde klar, die Verordnung wäre ein Geschenk an die Industrie, die Gewinne bleiben dort, die Risiken tragen Verbraucherinnen und Verbraucher, Biobetriebe und die Natur.
Genmanipulierte Pflanzen der Kategorie NGT1, das betrifft 94% der auf Zulasung wartenden Pflanzen, würden konventionellen Züchtungen gleichgestellt. Damit entfiele die Risikoprüfung, es bräuchte keine Zulassungsverfahren mehr und es gäbe keine Kennzeichnungspflicht mehr für Produkte aus diesen Pflanzen. Selbst das Bundesamt für Naturschutz, das in Deutschland für die Risikobetrachtung von Gentechnik zuständig ist, warnt ausdrücklich in einer Kurzstudie, die wir - offiziell gibt es sie nur auf englisch - im Sinne der Nutzerfreundlichkeit hier ins deutsche übersetzt bereitstellen.
Auf dem Foto: Kinderarbeit im BUND Büro: Anne's Sohn muss unsere Absenderadresse auf Briefumschläge für die Gentechnik-Kennzeichnung muss bleiben Kampagne stempeln.
Oktober
Um auf unsere Gentechnik Kennzeichnung muss bleiben Kampagne aufmerksam zu machen, haben wir der Kampagne erstmal ein "Logo" verpasst, eine Tomate im Comicstyle, die den Betrachter halb böse, halb sympathisch lächelnd anschaut. Warum die Tomate? Wohl mit vom Krassesten, was derzeit auf dem Markt ist (allerdings bisher nur in Japan), ist eine schlaffördernde Tomatensorte. Der Verzehr ist für Kleinkinder, Stillende und Schwangere nicht empfohlen. Was soll das? Warum muss mir ein Tomatensalat beim Einschlafen helfen, kann ich da nicht einfach einen Tee trinken? Und wie erkennen die Risikopersonen, dass das eine der Gentomaten ist, wenn sie z.B. im Restaurant auf dem Teller liegt?
Darum muss die Gentechnik- Kennzeichnungspflicht in der EU erhalten bleiben. Wir haben eine Protestpostkarte entworfen und 5.000 Stück davon in Druck gegeben, gleichzeitig passende Aufkleber herstellen lassen und Begleitschreiben zu verschiedenen Zwecken formuliert, eines z.B. mit der Bitte um Unterstützung, das an 150 Firmen, Biohöfe und Bioläden in der Umgebung ging. Durch diese Briefe konnten wir so viele von den Postkarten in Umlauf bringen, dass wir gleich nochmal 5000 Stück bestellen mussten. Meine Lieblingsbäuerin auf dem Markt hat die Karten an Kund*innen verteilt, ein Bio- Großhändler hat 100 kleine Päckchen davon zu seinen Kunden mitgeschickt. Von dort kamen auch gleich die ersten Nachbestellungen. Ich bin sehr gespannt, wie sich das weiterentwickelt, und vor allem, ob wir Erfolg haben werden.
November
Weihnachten kommt...
Immer im November wird's etwas hektisch bei uns. Denn der alljährliche Weihnachtsrundbrief, 8.000 Briefe, muss rechtzeitig für Weihnachten auf den Weg zu unseren Mitgliedern gebracht werden. Und da kann so einiges schief gehen, im letzten Jahr hat die Druckerei unsere Briefumschläge komplett falsch gedruckt (die Frankierung nicht oben sondern in der Mitte) im vorletzten Jahr hat der Briefzusteller Arriva einfach so die Geschäftstätigkeit eingestellt, während unsere Briefe schon dort waren, in diesem Jahr hingen die vorgedruckten Adressetiketten aus der Druckerei eine ganze Woche im Post-Verteilzentrum fest… Da bricht dann immer leichte Hektik aus, denn wir sind auf die Spenden angewiesen, um die wir mit unserer Weihnachtspost bitten. Diesmal kommt der Weihnachtsbrief auch noch mit einem Flugblatt für die Gentechnik Kampagne und da hoffe ich jetzt sehr, dass die EU nicht alles fertig entschieden hat bevor der Brief in den Haushalten ankommt.
Dezember
02.12.2025: Der Fernsehbeitrag über die Stocamine ist fertig
Der Fernsehbeitrag, für den ich im Juli mit zwei Journalisten aus Berlin in Wittelsheim bei Mulhouse (F) war, ist fertig und in der Mediathek bei 3sat abrufbar. Thema: Die giftigsten Orte Deutschlands.. Na gut, das Elsass ist nicht Deutschland, aber der Grundwasserspeicher, unter dem der Giftmüll der Stocamine eingelagert werden soll, der kennt unsere Grenzen nicht. Und mein Plakat hat's ins Fernsehen geschafft… Hier der Link in die Mediathek: https://www.3sat.de/wissen/nano-doku/251121-zeitbomben-gift-ndk-102.html