BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein

Nistkasten für den Baumläufer

Baumläufer

Der Gartenbaumläufer
ist ein kleiner Singvogel, der in Mitteleuropa vor allem im Tiefland zu finden ist. Seinen Nistplatz findet er in Laubbäumen in Gärten, Wäldern oder Streuobstwiesen. In der Natur baut sich der 12 cm große Vogel sein Nest am Baum in Spalten oder hinter loser Rinde. Dafür braucht er Reisig, Halme und Moos, die in urbanen Gegenden schwer zu finden sind. Deshalb ist eine Nisthilfe wichtig. Diese sollte möglichst an einem Laubbaum befestigt sein. Der Gartenbaumläufer bewegt sich in charakteristischer Weise ruckartig an Baumstämmen aufwärts, um dort winzige, sich zwischen den Rindenspalten befindende Insekten zu suchen, von denen er sich ernährt.
Die Brutzeit erstreckt sich von März bis Juli. Gartenbaumläufer ziehen ein bis zwei Bruten mit jeweils 5 bis 7 Eiern pro Jahr groß. Ab der Eiablage dauert es ungefähr einen Monat, bis die Jungvögel das Nest verlassen.

Der Waldbaumläufer unterscheidet sich vor allem in seinem Lebensraum vom Gartenbaumläufer. Er kommt in Nadelwäldern vor und nistet an Nadelbäumen.

Material:

Speziell auf diesen Klettervogel zugeschnittener Brutplatz, der den Eingangsbereich auf der Rückseite des Kastens hat (also an der dem Baum zugewandten Seite).
Es empfiehlt sich, abgeschliffene, natürliche (unbehandelte) Fichten-, Kiefer- oder Tannenholzbretter mit einer Stärke von ca. 2 cm zu verwenden. Sie sind relativ kostengünstig und in so gut wie jedem Holzfachmarkt und Baumarkt zu finden. Man kann sie zurechtschneiden lassen (Kosten!) oder sie selbst bearbeiten, wobei bei Sägearbeiten immer Vorsicht geboten sein sollte.
Des Weiteren benötigt man ca. 20 Nägel (zwischen 4-5 cm), um die einzelnen Teilstücke zu verbinden, 1 Nagel mit 8-10 cm und ein Stück Draht, um den Kasten am Baum zu befestigen. Ebenfalls nötig sind Hammer, Schleifpapier (und/oder Feile), Stift und eine Stichsäge.
 

Bauanleitung:

Zuerst ist es ratsam, sich alle benötigten Teilstücke mit Bleistift auf den Brettern vorzuzeichnen. Anschließend sägt man sie mit der Stichsäge aus. Man sollte beachten, dass in den Boden zwei kleine Löcher gebohrt werden müssen, so dass, falls Wasser eindringen sollte, dieses ablaufen kann.
Anschließend kann man sich an den Zusammenbau der einzelnen Teilstücke machen.

Zu Beginn vernagelt man den Boden mit der Rückwand, dann kommen die Seitenwände hinzu. Danach passt man die Vorderseite so an, dass sie mit dem Dach bündig abschließt, aber doch beweglich bleibt, um sie öffnen zu können. (Beachten, dass jeweils nur ein Nagel oben auf der rechten und linken Seite eingebracht wird, dass sie als Scharnier funktionieren). Dann kann man das Dach aufbringen.
Zum Aufhängen des Kastens kann eine Drahtschlaufe an der Rückseite angebracht werden. Es sollte keine Leiste verwendet werden, da der Kasten direkt am Baum anliegen sollte.

Anbringung:

Der Baumläufer fühlt sich ziemlich schnell gestört und deshalb sollte der Nistkasten an einem geschützten, ruhigen Ort aufgehängt werden. Wenn sich einmal ein Baumläufer dort angesiedelt hat, sollte man den Platz beibehalten.

Reinigung von Nistkästen:

Nistkästen sollten im Spätsommer nach der Brut gereinigt werden, um das alte Nest zu entfernen und um Parasiten zu vertreiben. Eine gute Zeit dafür ist auch Ende Februar, so bleiben Überwinterer ungestört. „Klopfen Sie vor der Reinigung kurz an“, dann haben Siebenschläfer und andere Schlafmützen die Möglichkeit, rechtzeitig das Weite zu suchen. Ein Nistkasten ist kein Wohnzimmer für Menschen: Es reicht aus, die alten Nester zu entfernen und groben Schmutz auszubürsten. Bei starkem Parasitenbefall kann der Kasten zusätzlich mit Wasser und Seife ausgespült werden. Wegen der Parasiten ist es auch durchaus sinnvoll, Handschuhe zu tragen.

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