Warum ist diese Katze grün?

Zuletzt bearbeitet: Mai 2024

Endlagersuche...

... und was Katzen damit zu tun haben.

Deutschland sucht ein Endlager für seinen Atommüll. Ein Teilaspekt der Endlagersuche ist die Frage, wie wir ein einmal gebautes Endlager so kennzeichnen, dass spätere Generationen vor der Lagerstätte gewarnt werden. Schliesslich sollen Menschen in tausenden von Jahren davor bewahrt werden, bei der Suche nach Bodenschätzen oder Trinkwasser versehentlich ein Endlager für hochradioaktive abgebrannte Brennelemente anzubohren. Einfach ist das nicht, es gilt sowohl, ein Material zu finden, das eine Botschaft für bisher unvorstellbare Zeiträume unverändert darstellen kann, als auch Zeichen zu finden, die noch viele Generationen später als Warnzeichen verstanden werden. Der Forschungszweig, der sich mit dieser Frage beschäftigt, nennt sich "Atomsemiotik".

BUND-Newsletter abonnieren!

"Atomsemiotik"

Schild in Tschernobyl  (Bild: Chris Spencer-Payne auf Pixabay)

Sprachen ändern sich innerhalb weniger Generationen, und Schrift? wer kann heute noch Sütterlin- Schrift lesen? Sütterlin war vor 100 Jahren "Deutsche Volksschrift". Selbst Symbole können ihre Bedeutung ändern, ein Radioaktiv- Symbol könnte in wenigen Jahrzehnten schon als "hier gibts freies Wlan" gedeutet werden.

Die Verzweiflung der Forschenden lässt sich vielleicht am Deutlichsten anhand der ernst gemeinten, aber teils absurd erscheindenden Vorschläge erkennen:

Ein Vorschlag war, Katzen durch Genmanipulation so zu verändern, dass ihre Körper Substanzen produzieren, die bei radioaktiver Strahlung farbig leuchten. Hintergrund der Idee: Da die Genstrukturen fast unverändert weitervererbt werden, bleibt die Fähigkeit, zu leuchten, über extrem lange Zeit erhalten. Bleibt allerdings die Frage, wie man das Wissen darum weitergibt, dass man Orte meiden sollte, an denen Katzen leuchten.

Und damit stehen wir wieder am Anfang des Problems - dass wir keine erprobte Methode kennen, Wissen über ein Endlager sicher tausende Jahre in die Zukunft zu übermitteln.

Das deutsche Standortauswahlgesetz legt fest, dass in einer „Dokumentationsverordnung“ definiert wird, welches Wissen über Atommüll langfristig (bis zu einer Million Jahre) aufgezeichnet und verwahrt werden soll. Weitergehende Informationen hier: https://www.bund.net/themen/aktuelles/detail-aktuelles/news/atommuell-atomare-nachrichten-fuer-die-ferne-zukunft/

Sind SMR Reaktoren die Lösung?

Die Rückkehr der Dinosaurier.

SMR Reaktoren: Welche Technologie steckt dahinter und was ist davon zu halten?

 

Hier weiterlesen.

Kernenergie gegen den Klimawandel?

Kernenergiefreunde wittern in der Klimadebatte Morgenluft.

Dass Atomkraftwerke kaum CO2 am Werksstandort produzieren bestreitet wohl kaum jemand. Aber wie stehen sie in der kompletten Erzeugerkette im Vergleich zu anderen Energieformen? Uran muss schliesslich gefördert, aufbereitet und transportiert werden.

Hier weiterlesen.

Der BUND ist als spendenfinanzierter Verband auf Unterstützung angewiesen. Nur durch die Hilfe von Menschen wie Ihnen und viel ehrenamtliches Engagement können wir unabhängige regionale Umwelt- und Naturschutzarbeit gewährleisten - zum Wohle der Natur und zukünftiger Generationen.

Jede noch so kleine Spende hilft. Helfen auch Sie!

BUND-Bestellkorb