BUND Regionalverband Südlicher Oberrhein
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Die Gemeine Tapezierspinne

Bild: An Mauer zur Kellertür Batzenbergstr. 4 am 27.6.22

Die Gemeine Tapezierspinne (Atypus affinis) gehört im weiteren Sinne zu den Vogelspinnen, während die meisten anderen Spinnen in Deutschland zu den Echten Webspinnen zählen.

2013 wurde sie zu Europas Spinne des Jahres ernannt.

Die Spinne ist einfarbig braun oder schwarz. Mit bis zu 15 mm Körperlänge und den auffallend großen Kiefern ist die Tapezierspinne eine imposante Erscheinung.

Ihr Lebensraum sind meist felsige Hänge in trockenen Kieferwäldern oder Heidelandschaften.

Sie leben in Röhren in der Erde sowie in oberirdisch aus Spinnseide ‚tapezierten‘ Schläuchen.

Die Spinnen sitzen im inneren der Röhren und lauern auf Insekten, die über den Fangschlauch krabbeln. Bei Erschütterung schnappt die Spinne ihre Beute durch die Schlauchwand hindurch und zieht sie hinein.

Bei einer Begegnung mit einer Gemeinen Tapezierspinne mit einem Biss kann es zu Juckreiz an der betroffenen Stelle kommen, sie kann anschwellen und sich manchmal verfärben mit Fieber. Allerdings kommt es aufgrund der versteckten Lebensweise nur selten zu Bissen und am ehesten, wenn man mit den Händen am oder im Boden gräbt.

Die Weibchen werden bis zu acht Jahre alt. Männchen nur etwa 4 Jahre und sie sterben kurz nach der Paarung.

Verbreitung

Das Verbreitungsgebiet umfasst Europa, über Portugal zur Ukraine und von Schweden bis Griechenland und Nordafrika und Kaukasus.

Gefährdung

In Deutschland steht diese Spinne auf der Vorwarnliste. In Baden Württemberg ist sie gefährdet (Kategorie 3).

 

Wir danken Joachim Ehlers für die Zusendung von Bild und Text.

Quellen:

https://www.deutsche-apotheker-zeitung.de/daz-az/2013/daz-29-2013/tapezierspinnen-unsere-kleinen-vogelspinnen

www.bfn.de/aktuelle-meldungen/seltener-fund-vogelspinnen-verwandte-auf-vilm

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