Essen wir Autoreifen?

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Wie kommen Autoreifen ins Essen?

Mikroplastik findet sich inzwischen überall in der Umwelt. Auch Pflanzen und Tiere nehmen Mikroplastikpartikel auf, über diesen Umweg landen die Plastikteile auf unseren Tellern. Jeder Mensch nimmt im Durchschnitt pro Woche bis zu 5 Gramm Mikroplastik zu sich, das entspricht dem Gewicht einer Kreditkarte. [1]

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Nach einer Studie des Fraunhofer- Instituts von 2018 ist der Hauptbestandteil von Mikroplastik Reifenabrieb, der ganz normale Verschleiß der Autoreifen bei jeder Fahrt. Bis zu 140.000 Tonnen Reifenabrieb entstehen jedes Jahr allein in Deutschland. Durch die Luft und über Regenwasser gelangen dann die winzigen Partikel in Bäche und auf die Äcker. In landwirtschaftlichen Böden landen in Deutschland mindestens 19.000 Tonnen Mikroplastik pro Jahr.

Neueste Forschungsergebnisse deuten nun darauf hin, dass Mikroplastik nicht "nur" Schadstoffe und Bakterien transportiert, sondern auch tierische und menschliche Zellen rein physikalisch direkt schädigt. Problematisch dabei: Die Folgen könnten sich erst spät zeigen, aber wenn wir eindeutig negative Folgen spüren, ist es zu spät, denn Mikroplastik  lässt sich aus der Umgebung nicht mehr entfernen. Mikroplastik ist nicht einheitlich, es ist praktisch alles, was aus Kunststoff hergestellt wurde, nur sehr fein zermahlen. Das bedeutet, an den verschiedenen Plastikteilen hängen chemische Beimischungen, die das Ursprungsprodukt zäher, spröder, bunter machen, es sind Flammschutzmittel dabei oder Schwermetalle, je nachdem, welche Eigenschaft der Kunststoff haben sollte.

Was können Sie tun?

Zunächst habe ich leider eine schlechte Nachricht, Sie können Mikroplastik kaum ausweichen. Es findet sich in der Luft, im Wasser und in Lebensmitteln. Wasser aus der Leitung hat in der Regel geringere Anteile an Mikroplastik als Wasser aus Plastikflaschen. Fische und besonders Muscheln reichern im Körper Mikroplastik an, sie sind daher normalerweise höher belastet als vegetarische Lebensmittel. Auch Plastikverpackungen können Mikropartikel an die enthaltenen Lebensmittel abgeben, achten Sie daher auf möglichst wenig verpackte Waren.

Was wir gemeinsam tun können: Plastikprodukte vermeiden. Vermeiden Sie Plastiktüten oder Verpackungen aus Plastik und setzen Sie sich mit uns für ein Tempolimit ein, denn das vermindert den Reifenabrieb und reduziert damit eine der großen Quellen für Mikroplastik in der Umwelt.

 

Was sonst noch?

Der BUND hat eine eigene App für's Smartphone herausgegeben, die ToxFox App.

Sonnencreme, Teddybär, Zahnbürste: Tests weisen immer wieder schädliche Chemikalien in Alltagsprodukten nach. Diese Schadstoffe können sich im Körper anreichern – mit fatalen Folgen für die Gesundheit. Deshalb setzen wir auf Prävention: Mit dem ToxFox können Verbraucher*innen Schadstoffe aufspüren, ihre Gesundheit schützen und Herstellern klarmachen: Wir wollen Produkte ohne Gift.

Nutzen Sie beim Einkauf die ToxFox App des BUND.

Apps für Natur- und Umweltschützer

Wir haben auf einer unserer Webseiten praktische Smartphone- Apps für Naturschützer zusammengestellt. Schaut doch mal rein und lasst euch inspirieren..

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