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23.12.24: Neues vom BUND aus der Region
Technocentre Fessenheim
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Liebe Freundinnen und Freunde des BUND am südlichen Oberrhein
In dieser Zeit, in der ihr in meiner Email vermutlich eher Besinnliches zu Weihnachten erwartet, komme ich mit einem Problem und einer Bitte auf euch zu, bitte entschuldigt das.
Hätte das nicht Zeit bis nach Weihnachten? Schon, aber vielleicht braucht ihr in den kommenden Tagen ja Themen für Gespräche, hier wäre eines... Und vielleicht könnt ihr ja auch ein paar eurer Bekannten dazu bewegen, hier zu unterstützen.
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Worum geht es?
Der französische Energieversorger Stromversorger EDF plant eine Schmelzanlage für radioaktive Metalle aus dem Abriss von Atomkraftwerken hier bei Fessenheim, direkt am Rhein und der Grenze zu Deutschland, 25 km südwestlich von Freiburg. Sehr schwach radioaktive Metalle aus ganz Europa sollen eingeschmolzen und in Verkehr gebracht werden. Jetzt gerade, noch bis 7. Februar, läuft eine "öffentliche Debatte" in Frankreich, auch wir alle sind eingeladen, uns zu beteiligen. Ob und wo gebaut werden soll, entscheidet aber nicht EDF, sondern die Regierung. Daher haben wir eine winzige Chance, das „Technocentre“ abzuwenden.
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Ich mache mir keine Illusionen, groß ist die Chance nicht, aber auch nicht Null. Es kommt jetzt darauf an, dass sich möglichst viele Menschen sowohl in Frankreich aber auch in Deutschland an der Debatte beteiligen und das Projekt ablehnen. Der Widerstand im Elsass ist gering, man hat Arbeitsplätze und Gewerbesteuereinnahmen versprochen. Uns in Deutschland hilft das nicht, uns treffen nur die Risiken, der Wind aus Fessenheim weht meist genau Richtung Freiburg und Südbaden (Bild).
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Die 3 wichtigsten Argumente gegen das Projekt aus deutscher Sicht: - Das Technocentre verhindert die Ansiedelung fortschrittlicher Forschungseinrichtungen und Industrien in direkter Nachbarschaft.
- Bei einem Unfall steht der gute Ruf der Region z.B. für Weinbau und Tourismus auf dem Spiel.
- Auch ohne Unfall ist unsere Region ständigen radioaktiven Emissionen ausgesetzt, denn die Filteranlagen können nicht 100% der Partikel ausfiltern.
Die 3 wichtigsten Argumente für das Projekt aus deutscher Sicht: -
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Aber ist das nicht eine Sankt- Florians- Argumentation? (Nicht hier, macht den Dreck woanders.) Nein, denn wir finden, das Technocentre sollte nirgendwo gebaut werden. Aber hier, wo das Technocentre in Grenznähe entstehen soll, dürfen wir wenigstens unsere Meinung dazu äußern, zu den anderen möglichen Standorten gibt es keine grenzüberschreitende Bürgerbeteiligung.
Schon alleine die Idee, hier eine Atomschrottverwertungsanlage zu installieren, hat dazu geführt, dass die Planung eines "Eco-Rhena" genannten Gewerbeparks für die Ansiedelung von Forschungseinrichtungen und Firmen in den Bereichen erneuerbare Energien, intelligente Stromnetze oder umweltfreundliche Mobilität, gestoppt wurde. Das große Potenzial wurde in einer erst vor 3 Jahren fertiggestellten 800.000 Euro teuren Studie bestätigt. Der deutsche Staat hatte sich mit der Hälfte, also 400.000 Euro, an den Kosten der Studie beteiligt.
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Was können wir tun?
Daher bitte ich euch, informiert euch auf unserer Homepage www.bund-rso.de/tc über das Projekt, dort sind auch Links zur Seite der öffentlichen Debatte in Frankreich. Wer kein französisch spricht kann eine Email auf deutsch an
equipe.fessenheim@debat-cndp.fr
schicken. Schreibt, dass (eventuell auch warum) ihr das Technocentre ablehnt. Super wäre es, wenn ihr auch noch ankündigt, sollte es irgendwelche Demonstrationen dagegen geben, werdet ihr euch nach Möglichkeit beteiligen. Ich freue mich, wenn ihr mich ( stefan.auchter@bund.net ) ins BCC setzt, damit ich eine ungefähre Vorstellung bekomme, ob euch dieses Projekt genauso Sorgen bereitet wie mir.
Wie oben schon geschrieben, ich hege keine allzu großen Hoffnungen, mit diesen Emails das Technocentre zu stoppen, aber es ist nur eine kleine Email zu schreiben und ich möchte mir später nicht vorwerfen, diese winzige Chance nicht genutzt zu haben.
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Zum Schluss aber doch...
Zum Schluss aber doch: Ich wünsche euch ein schönes Weihnachtsfest und schonmal einen "guten Rutsch", denn unser Büro ist zwischen den Jahren geschlossen, nach den Naturschutztagen in Radolfzell vom 03. - 07. Januar sind wir wieder aktiv für den Umwelt- und Naturschutz am südlichen Oberrhein.
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