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Liebe Freundinnen und Freunde des BUND am südlichen Oberrhein

Dieses Jahr wird herausfordernd. Schon allein dehalb wünsche ich euch allen viel Glück, vor allem aber Gesundheit!

 

 
Wo sind unsere Themen in diesem Wahlkampf?

Ein trauriger Rekord gelang dem Dünnschnabel-Brachvogel noch vor dem letzten Jahreswechsel: Als erster Vogel des europäischen Festlands in diesem Jahrtausend gilt er als ausgestorben. Die Art, die schon im "Falkenbuch" von Kaiser Friedrich II aus dem 13. Jahrhundert in einem Bild auftaucht (s. oben), verschwand, ohne weiteres Aufsehen zu erregen. 

Artensterben, Klimawandel, Mikroplastik, die Ewigkeitschemikalie PFAS... all diese Themen spielen in den Debatten und Wahlprogrammen der Parteien kaum eine Rolle. Allenfalls das Thema erneuerbare Energie taucht in Nebenrollen auf - hauptsächlich dann, wenn Parteien sich gegenseitig überbieten in der Ablehnung "häßlicher" Windräder oder wenn Solar- und Windenergie mal wieder für hohe Energiepreise verantwortlich gemacht werden. Und wenn Technikbesoffenheit zu Technologieoffenheit verklärt wird.

Brauchen wir den Dünnschnabel-Brachvogel? Hat sein Aussterben Folgen für die Menschheit? Vermutlich nicht. Aber Artenvielfalt allgemein ist unerlässlich zur Aufrechterhaltung der Ökosysteme. Jede ausgestorbene Art fehlt im Gleichgewicht der Natur, im Wechselspiel zwischen Arten, die wir als "Nützlinge" oder "Schädlinge" bezeichnen, je nachdem, ob sie Obstbäume befruchten oder Wurzeln fressen, oder die uns schlicht egal ist, weil wir noch lange nicht die Bedeutung jeder Art in den Ökosystemen auch nur ansatzweise erfasst haben. Wissen wir, ob mit dem Verschwinden einer Art ein Ökosystem kippt? Wissen wir, was die Ewigkeitschemikalien (PFAS) im Körper anrichten? Wissen wir, welche Auswirkungen es hat, dass wir immer mehr Mikroplastik im Gehirn haben? Wissen wir, welche Region in der nächsten "Jahrhundertflut" versinken wird? Sollten wir dann nicht alles erdenkliche tun, um uns davor zu schützen?

Das Schöne ist, wir können das. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass wir - wenn wir wollen - Gefahren abwenden können. Wir haben kein Blei mehr im Benzin, obwohl die Autoindustrie das Massensterben der Motoren prophezeihte, wir haben FCKW ersetzt, obwohl die Kühlschrankindustrie das als technisch unmöglich bezeichnete. Wir haben keinen Smog mehr (die jüngeren werden das googeln müssen) und kein Waldsterben mehr durch sauren Regen, weil wir doch entgegen aller Widerstände Rauchgasentschwefelungsanlagen bauen konnten. 

PFAS sind in fast allen Fällen durch ungefährlichere Stoffe ersetzbar, kein einziges Naturgesetz spricht gegen ein Tempolimit auf der Autobahn, wir brauchen keine Gentechnik in Lebensmitteln und wir können - um nur ein Beispiel zu nennen - Mehrwegquoten erhöhen, um die (Mikro-) Plastikproduktion zu reduzieren. 

Aber wir können das nur schaffen, wenn wir am Sonntag die entsprechenden Personen und Parteien in den Bundestag bringen. In den Umfragen sind ungefähr 30 Prozent der Wahlberechtigten unentschlossen, wen sie wählen sollen. Da Sie diesen Newsletter bis hierhin gelesen haben, gehe ich davon aus, dass Sie Umwelt- und Naturschutzthemen aufgeschlossen gegenüber stehen. Und ja, man kann von der Performance einiger Parteien und Personen enttäuscht sein, aber das ist kein Grund, antidemokratischen Parteien unser Leben anzuvertrauen. 

Falls auch Sie zu der großen Gruppe der Unentschlossenen gehören, hier ein paar Entscheidungshilfen:

Wahlprüfsteine der Umweltverbände: https://bundestagswahl.dnr.de/wahlpruefsteine-der-umweltverbaende

Der Wahlomat: https://www.wahl-o-mat.de/bundestagswahl2025/app/main_app.html

Aufruf "wählen gehen!" vom BUND Baden Württemberg und anderen: https://www.bund-bawue.de/service/pressemitteilungen/detail/news/waehlen-gehen-rechtsextremismus-stoppen/

Einschätzung von Experten zu den größten globalen Risiken: https://de.statista.com/infografik/33772/einschaetzung-von-experten-zu-den-groessten-globalen-risiken-2025/

Wer auf eine letzte Demo gegen Rechts vor der Wahl möchte: https://tacker.fr/node/15097

Neu: Ein "Tagebuch" auf unserer Homepage

Im Weihnachtsrundbrief habe ich es bereits angekündigt, wir wollen euch besser und kontinuierlicher über unsere Aktivitäten informieren. Um das zu tun, haben wir eine Art Tagebuch auf unserer Homepage eingerichtet. Nicht täglich, aber doch immer dann, wenn wir was getan haben, das über die normalen Routinearbeiten hinaus geht und uns interessant erscheint, werden wir dort einen kleinen Eintrag machen. So könnt ihr unsere Themen und Aktivitäten auch im Jahresverlauf verfolgen. Auch für uns selbst ist das eine gute Sammlung, auch wir müssen uns manchmal an zurückliegende Themen erinnern, sei es, um nachzufassen, oder auch, dass wir uns auch nochmal an einem Erfolg freuen können.

Das Tagebuch findet ihr für dieses Jahr unter www.bund-rso.de/2025

Jetzt ist Nistkastenzeit

Bedingt durch diesen viel zu warmen Februar sind heimische Vögel schon jetzt auf der Suche nach Nistmöglichkeiten. Mit einem der Nistkastenbausätze aus unserem Shop können Sie Meisen oder anderen Höhlenbrütern ein Zuhause geben.

Noch mehr BUND- Infos?

Ihr interessiert euch für unsere Themen? Schaut doch auch auf unsere Homepages: 

Unsere regionale BUND-Homepage: bund-rso.de

Und unser Onlineshop, in dem tolle Spiele, Banner, Buttons, Aufkleber und Nistkastenbausätze zu finden sind: shop-bund-rvso.de

 
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